Bericht aus der Bürgerversammlung

Bürgerversammlung im Bürgerhaus
Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer bei der Bürgerversammlung am Rednerpult
Stellvertretender Landrat Otto Bußjäger bei der Bürgerversammlung am Rednerpult.
Leiter der Polizeiinspektion Ismaning/Unterföhring Harald Schertler bei der Bürgerversammlung am Rednerpult.

Gut 130 Besucher waren am 8. Dezember in den großen Saal des Bürgerhauses gekommen, um dem Bericht des Bürgermeisters Andreas Kemmelmeyer vom Stand der Unterföhringer Projekte und Vorhaben zu folgen. Vom ersten Teil der Veranstaltung konnten Sie vergangene Woche im Gemeindeblatt, Ausgabe 50/2025 und hier auf der Website lesen.

In den vergangenen 14 Monaten seit der Bürgerversammlung 2024 haben sich Verwaltung und Gemeinderat unter anderem auch mit den Folgen des Klimawandels und der Notwendigkeit einer verlässlichen Energie- und Wärmegewinnung beschäftigt. Unterföhring soll, laut einem Beschluss aus dem Jahr 2023, bis zum Jahr 2040 treibhausgasneutral sein, inklusive der Emissionen des Straßenverkehrs. Bei der Nutzung von Strom und Wärme soll es mit der Treibhausgasfreiheit schon im Jahr 2035 soweit sein. Um sich, was den Strom angeht, dem Ziel nähern zu können, fördert die Gemeinde nach wie vor Private bei der Installation von Photovoltaikanlagen und bei energetischen Sanierungen. Aber auch die gemeindlichen Dach- und Verkehrsflächen wurden nun auf ihr Potenzial für Photovoltaik untersucht, und es wurden einige weitere Möglichkeiten gefunden, die jetzt Zug um Zug im Detail untersucht und umgesetzt werden. Der Bauausschuss hat jüngst in seiner Sitzung Photovoltaik auf dem Gebäude der Kläranlage beschlossen, der die Einrichtung direkt mit Strom versorgen wird.

Was die Wärmeversorgung angeht, so hat die Gemeinde Unterföhring ihr Ziel bereits erreicht: rund 97 Prozent der Gebäude könnten zum Heizen an die Geothermie angeschlossen werden, rund 80 Prozent sind es bereits. „Wir haben in Unterföhring unsere Hausaufgaben schon vor 10 bis 15 Jahren gemacht“, verkündete der Bürgermeister zufrieden. Auch ein Radverkehrskonzept wurde nun vom Gemeinderat verabschiedet, das von einem Fachbüro, auch unter der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, entwickelt worden war. In den nächsten Jahren soll anhand des Konzepts der Radverkehr nachhaltig ausgebaut werden und schon im kommenden Jahr Unterföhring dann zur fahrradfreundlichen Gemeinde im Sinne der AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern) zertifiziert werden. Das Radverkehrskonzept finden Sie online unter Mobilität und Umwelt. Was die Anpassung der Gemeinde an die Folgen des Klimawandels angeht, so haben sich Gemeinderat und Verwaltung in den vergangenen Monaten sowohl mit starker Hitze als auch mit Starkregen beschäftigt.

Im April hat der Gemeinderat einen Hitzeaktionsplan mit einer ganzen Reihe von Projekten verabschiedet, die nun kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden. Unter anderem wurden öffentliche Trickwasserstellen beschlossen, welche an den Spielplätzen Dorfanger Weg und Aschheimer Straße sowie am Rathaus (Richtung Park am Osteingang) bereits umgesetzt wurden. Der Versuch, ein besonders der Sonne ausgesetztes Glas-Wartehäuschen mit einer Folie für Schatten zu versehen, ist positiv verlaufen, ein weiteres Buswartehäuschen wird folgen. Auch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum will der Gemeinderat steigern, vor der Volkshochschule (VHS) wird ein insgesamt 12.600 Quadratmeter großer Park entstehen – bis mittelfristig die Grundstücke dort bebaut werden.

Eine Studie zu den Folgen von Starkregen und Sturzfluten in Unterföhring ist abgeschlossen worden, sie wird bei einer Infoveranstaltung am 23. Februar 2026 der Bevölkerung vorgestellt, zusammen mit den nötigen und denkbaren Maßnahmen, die die Bürgerinnen und Bürger treffen sollten.

Am Ende seines Berichts bedankte sich Bürgermeister Kemmelmeyer einmal mehr bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich in Vereinen aber auch so – zum Beispiel als Schrankpaten für die Tauschschränke vor der VHS – in der Gemeinde engagieren und mit ihrer Arbeit, Zeit und auch Leidenschaft das gesellschaftliche Leben bereichern. Mit Blick auf die im März 2026 anstehende Kommunalwahl dankte er auch allen, die sich als Kandidaten zur Verfügung gestellt haben. „Ihr sorgt dafür, dass unsere Demokratie weiterhin funktioniert!“

Diesen Dank nahm als Gast des Abends der stellvertretende Landrat Otto Bußjäger auf: „Diejenigen, die sich einbringen, machen unseren Landkreis bunt und ganz besonders leistungsfähig.“ Und der Leiter der Polizeiinspektion Ismaning/Unterföhring, Harald Schertler, bescheinigte Unterföhring nicht nur, eine besonders sichere Gemeinde zu sein, er appellierte auch an die Menschen, sich zu engagieren und keine Servicementalität zu pflegen. Sicherheit sei eine Aufgabe von allen, nicht nur der Polizei. Das gehe schon bei der Bereitschaft los, sich als Schulweghelfer zu engagieren und sich für seine Nachbarschaft zu interessieren, aufmerksam zu sein und hilfsbereit.

Zurück

Nach oben scrollen

Wir bitten um etwas Geduld. Ihre Anfrage wird bearbeitet.

Ergebnisse für {{ keywords }}

Meinten Sie

Kategorien

{{ faq.question }}

{{ faq.answer }}

{{ result.label }} ({{ result.hits.length }})

Keine Suchergebnisse gefunden.