Natur- und Artenschutz in Unterföhring

Unsere Natur hat eine große Vielfalt an Leben hervorgebracht...

Foto: M. Brunner

... der Mensch zerstört die Lebensräume der Arten, sodass ihre Vielfalt schnell und stark zurückgeht. In so dicht besiedelten Räumen wie dem unseren ist es deshalb unsere Aufgabe, den Verlust von Lebensraum und das Sterben der Arten zu verhindern. Nicht zuletzt geht es darum, die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu sichern.

Unterföhringer Baumschutzverordnung

Die Baumschutzverordnung dient dem Schutz des Baum- und Strauchbestands in der Gemeinde Unterföhring, damit das Ortsbild grün und belebt sowie die Natur leistungsfähig bleiben und schädliche Umwelteinwirkungen gemindert werden. Nach ihr kann ein Baum nur unter bestimmten Voraussetzungen verändert oder gefällt werden. Hierfür ist ein Antrag bei der Gemeinde Unterföhring zu stellen.

 

Zeitstrahl zur Checkliste

Checkliste

Antrag auf Baumfällung

Mitteilung zur Baumfällung

Mitteilung zur Ersatzpflanzung


Artenschutz-Sperrfrist bei der Baum- und Heckenpflege

Bäume und Hecken sind Lebensräume für viele geschützte Vögel, Säugetiere und Insekten, weshalb diese Bereiche durch die strengen Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes besonders geschützt sind. Gemäß § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 Bundesnaturschutzgesetz ist es grundsätzlich verboten, Bäume außerhalb des Waldes, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf Stock zu setzen.

Betroffen von dieser Regelung sind grundsätzlich alle Bäume, Sträucher, Hecken und Gehölze, unabhängig von deren Standort und Größe. Das Verbot gilt nicht für:

  • schonende und fachgerechte Form- und Pflegeschnitte, z.B. an Bäumen in Grünanlagen und Parks sowie parkähnlichen Beständen in Wohnanlagen zur Beseitigung des Zuwachses oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,
  • die Fällung von Bäumen zur Gefahrenabwehr bzw. zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit
  • behördlich angeordnete Maßnahmen
  • die Beseitigung kleinerer Gehölzbestände im Zusammenhang mit der Ausführung eines zulässigen Bauvorhabens.

Das Unterföhringer Blühwiesenprogramm

Ganzjährig blühende, vielfältige und unbehandelte Wiesen sind eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit und das Überleben der Insekten. Deshalb hat die Gemeinde selbst auf rund 16.000 Quadratmetern Flächen (Stand 2021) Blühwiesen angelegt, die nur zweimal im Jahr gemäht werden.

Um die Wichtigkeit der Insekten zeigen zu können, hält die Gemeinde am ehemaligen Eisweiher, nahe dem Unteren Aschheimer Weg, ihre eigenen Bienenvölker. Betreut werden sie von ehrenamtlichen Gemeindeimkern. In Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendfarm werden Imkerkurse und Infobesuche veranstaltet.

Wer als Eigentümer eines Grundstücks mit Wohnbebauung dort eine Blühwiese anlegen möchte, wird dabei von der Gemeinde mit ausgewähltem bienen- und insektenfreundlichem Saatgut unterstützt. Das Förderprogramm wurde vereinfacht, ab der Gartensaison 2022 steht für die Bürgerinnen und Bürger Saatgut in drei bis vier verschiedenen mehrjährigen Mischungen zum Abholen und Ansäen bereit.