Die Basispyramide

Zur Vermessung der Grundlinie zwischen München und Aufkirchen

 

Nahaufnahme Tafel Basispyramide

Bereits im Jahr 1801 wurde in Unterföhring (Landvermessungs-)Geschichte geschrieben: Um eine flächendeckende Detailkarte Bayerns erstellen zu können, zogen von Kurfürst Max IV. Joseph beauftragte Landvermesser eine Basislinie, von der aus am Ende ganz Bayern vermessen wurde. Als Fluchtpunkte dienten der Nordturm der Münchner Frauenkirche und der Kirchturm der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Aufkirchen.

Im flachen Erdinger Moos stehen auf dieser Linie zwei jeweils fünf Meter hohe Basispyramiden, eine in Aufkirchen und eine in Unterföhring. Mit der Hilfe von aneinander gereihten Latten gingen die Feldmesser von damals ans Werk, vermaßen und berechneten zwischen August und November 1801 diese Basislinie und kamen auf eine Strecke von 21.653,80 Metern zwischen Unterföhring und Aufkirchen. Moderne Messungen haben eine Abweichung von gerade mal 70 Zentimetern ergeben, eine großartige Leistung!

 
Basispyramide in Unterföhring

Die Unterföhringer Basispyramide steht versteckt an der Einmündung der M3 in den Föhringer Ring südlich des Heizkraftwerks. Zu erreichen ist sie über einen Weg von der Ringstraße aus.