Eichenprozessionsspinner am Feringasee entfernt
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Bei Baumpflegearbeiten an einer Eiche im vorderen Teil der FKK-Halbinsel am Feringasee in Unterföhring ist am 10. Juni 2026 ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner festgestellt worden. Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können unangenehme und in einzelnen Fällen auch ernstere gesundheitliche Beschwerden auslösen. Das Landratsamt bat daher Besucherinnen und Besucher des Feringasees im eigenen Interesse, die Absperrung zu beachten und den gesperrten Bereich nicht zu betreten, Kinder und Tiere bitte fernhalten!
Aus Gründen des Gesundheitsschutzes hatte der Landkreis München den Zugang zur FKK-Halbinsel seit dem 11. Juni gesperrt. Dies blieb bestehen, bis die Bekämpfungsmaßnahmen abgeschlossen waren.
Die Beseitigung ist aufwendig und darf nur durch geschultes Personal mit entsprechender Schutzausrüstung sowie umfangreicher Ausrüstung erfolgen. Ziel ist es, die Arbeiten Anfang kommender Woche auf den Weg zu bringen und so schnell wie möglich abzuschließen. Wie lange es jedoch dauern wird, bis der Bereich für die Öffentlichkeit wieder zugänglich ist, lässt sich noch nicht sagen.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer Nachtfalter. Gefährlich für Mensch und Tier sind vor allem die Raupen. Sie sind grau gefärbt, haben eine dunkle Rückenlinie und lange, helle Haare. Typisch ist, dass sie sich in Gruppen und oft in langen Reihen – sogenannten Prozessionen – fortbewegen. An befallenen Eichen finden sich Gespinstnester häufig am Stamm oder in Astgabeln. Diese Nester können auch nach dem Schlüpfen der Falter noch Brennhaare enthalten.
Die feinen Brennhaare brechen leicht ab und können durch Luftbewegungen verteilt werden. Sie können Haut, Augen und Atemwege reizen. Mögliche Symptome sind starker Juckreiz, Rötungen, Quaddeln, Bläschen oder Papeln auf der Haut. Auch Augenreizungen, Husten, Atembeschwerden, Schwindel oder Fieber sind möglich. Bei empfindlichen Personen können allergische Reaktionen auftreten.

Wer mit Raupen, Gespinsten oder Brennhaaren in Kontakt gekommen ist, sollte die betroffene Kleidung möglichst rasch wechseln und waschen, duschen und die Haare gründlich waschen. Die Augen sollten bei Reizung mit klarem Wasser gespült werden. Bei starken Beschwerden, Atemnot, Augenbeteiligung oder anhaltenden Hautreaktionen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Dabei sollte auf den möglichen Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner hingewiesen werden.
Auch Hunde, Pferde und andere Tiere können betroffen sein. Hinweise auf einen Kontakt können etwa starkes Speicheln, Würgereiz, Schwellungen im Maul- oder Gesichtsbereich, Augenreizungen, Juckreiz oder Atemprobleme sein. In solchen Fällen sollte zeitnah eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.