Auftakt für den neuen Gemeinderat
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Simone Spratter und Philipp Schwarz werden zu stellvertretenden Bürgermeistern gewählt
Bild 1: Florian Klietsch (r.) wurde von Johannes Mecke, dem ältesten Gemeinderatsmitglied, als Erster Bürgermeister vereidigt. Bild 2: Das gewählte Bürgermeister-Trio (v.l.): der Dritte Bürgermeister Philipp Schwarz, der Erste Bürgermeister Florian Klietsch und die Zweite Bürgermeisterin Simone Spratter. Bild 3: Diese 25 Damen und Herren bilden den Unterföhringer Gemeinderat der Amtsperiode 2026 bis 2032. Fotos: Gemeinde Ufg/foe
Mit seiner konstituierenden Sitzung hat der neue Unterföhringer Gemeinderat am 13. Mai offiziell seine Arbeit aufgenommen. Im berstend vollen Sitzungssaal des Rathauses nahm dabei zunächst Johannes Mecke, das älteste Mitglied des neuen Gremiums, dem gewählten Ersten Bürgermeister Florian Klietsch feierlich den Amtseid ab. Er habe 1998 als Azubi im Rathaus angefangen, meinte der neue Verwaltungschef anschließend. In Anwesenheit seiner Vorgänger Andreas Kemmelmeyer und Franz Schwarz nun dort dem Gemeinderat vorsitzen zu dürfen, bewege ihn sehr. „So eine Vereidigung symbolisiert das ganze Gewicht der Verantwortung, die man übernimmt“, sagte er. „Jetzt gilt’s so richtig. Und ich freue mich ungemein darauf, mit Ihnen allen hier im Gremium und für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, arbeiten zu können.“
Schon im Wahlkampf sei der Umgang der Parteien miteinander beeindruckend respektvoll gewesen. Genau so wünsche er sich nun die Zusammenarbeit im Gemeinderat. „Wir werden definitiv nicht immer einer Meinung sein“, meinte der neue Erste Bürgermeister. „Aber wir werden zusehen, dass wir uns dann zusammenraufen und vernünftige und tragfähige Kompromisse finden.“ Den Wählerinnen und Wählern verspreche er, „dass wir uns zu 100 Prozent für Ihr Wohl, für unser Unterföhring einsetzen werden“. Um der Würde des Anlasses gerecht zu werden, vereidigte Florian Klietsch anschließend die elf neuen Mitglieder des Gemeinderats nicht in der Gruppe, sondern jeweils einzeln im Dialog.
Über die Stellvertreter des Ersten Bürgermeisters entschied das Gremium danach in geheimer Wahl. Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters schlug die PWU-Fraktion Simone Spratter vor, die CSU-Fraktion benannte Sabine Fister von der SPD, welche jedoch ad hoc erklärte, für das Amt als Zweite Bürgermeisterin nicht zur Verfügung zu stehen. Das Gremium wählte im Anschluss Simone Spratter mit 20:5 Stimmen zur ersten Stellvertreterin von Florian Klietsch. Bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister fiel die Entscheidung zwischen dem Vorschlag der SPD-Fraktion, Philipp Schwarz, und dem der CSU-Fraktion, Claudia Leitner, mit 17:8 Stimmen zu Gunsten von Philipp Schwarz aus. Sowohl Simone Spratter als auch Philipp Schwarz wurden anschließend als Zweite Bürgermeisterin bzw. Dritter Bürgermeister vereidigt. Sollten alle drei Bürgermeister gleichzeitig verhindert sein, werden sie laut Gremiumsbeschluss von Johannes Mecke als ältestem der drei dienstältesten Gemeinderatsmitglieder vertreten.
Der Gemeinderat entschied zudem einstimmig, in der Amtszeit 2026 bis 2032 die folgenden sechs Ausschüsse zu bilden, die mit Ausnahme des Rechnungsprüfungsausschusses jeweils aus acht Mitgliedern bestehen und vom Ersten Bürgermeister geleitet werden:
Im weiteren Verlauf der konstituierenden Sitzung entschieden die Gemeinderatsmitglieder zunächst über ihre Vertretungen in diversen Zweckverbänden, Verbänden, Vereinen, Gesellschaften und Gremien. Anschließend beschlossen sie einstimmig, Florian Klietsch zum Eheschließungsstandesbeamten zu bestellen.
Der Erste Bürgermeister gab in der Folge zum einen bekannt, dass Manfred Axenbeck (CSU), Sabine Fister (SPD), Stefan Zehetmair (PWU) und Saran Diané (Bündnis 90 / Die Grünen) in der neuen Amtsperiode als Sprecher der – fortan mindestens dreiköpfigen – Gemeinderatsfraktionen fungieren werden. Und er wies zum anderen darauf hin, dass für die anstehende Jugendbeiratswahl erfreulicherweise elf Bewerbungen eingegangen sind, so dass alle Altersgruppen zwischen 14 und 23 Jahren bei der Briefwahl mit Wahltermin Donnerstag, 11. Juni, vertreten sein werden.