Andreas Kemmelmeyer ist nun Altbürgermeister

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In der Bürgerversammlung wurde ihm der Ehrentitel verliehen

Bürgermeister Florian Klietsch (l.) überreichte Andreas Kemmelmeyer die Ernennungsurkunde zum Ehrentitel. Foto: Gemeinde Ufg/foe

Zu seiner ersten Bürgerversammlung als Bürgermeister am 27. Oktober hatte Florian Klietsch einige Veränderungen zum bisherigen Prozedere eingeführt: Eine andere Bestuhlung des Großen Saals im Bürgerhaus, einen Livestream für die Menschen, die die Versammlung nicht vor Ort verfolgen konnten oder wollten, und die Einbindung eines kurzen Jahresberichts der Feuerwehr zusätzlich zu demjenigen der Polizei. Woran er ganz bewusst nicht gerüttelt hatte, war die Ehrung einer herausragenden Persönlichkeit zu Beginn der Veranstaltung, auch wenn heuer keine Bürgermedaille vergeben wurde.

„Ich darf einer Persönlichkeit einen Ehrentitel verleihen, die sich um Unterföhring sehr verdient gemacht hat“, sagte Florian Klietsch. „Dies ist eine Auszeichnung, die nicht nur Anerkennung und Dankbarkeit zum Ausdruck bringt, sondern auch die Wertschätzung für viele Jahre Engagement und Verantwortung für unser Unterföhring widerspiegelt.“

Auf Grundlage des einstimmig gefassten Gemeinderatsbeschlusses vom 18. Juni 2026 dürfe er „unter Würdigung der erbrachten und herausragenden Leistungen um die Gemeinde Unterföhring Herrn Bürgermeister a. D. Andreas Kemmelmeyer, die Ehrenbezeichnung ,Altbürgermeister‘ verleihen“. Sein Amtsvorgänger habe zwölf Jahre seines Lebens ganz in den Dienst der Gemeinde Unterföhring gestellt, er habe sie geführt, verkörpert und sei stets vorneweggegangen.

Nach bereits zwölf Jahren im Gemeinderat war Andreas Kemmelmeyer 2014 zum Bürgermeister gewählt worden und hatte bis 2026 unter anderem eine Vielzahl an Bauprojekten erfolgreich vorangetrieben. Die Neubauten von Feuerwehrgerätehaus, Bauhof, VHS/Musikschule und Feststadl entstanden in der Amtszeit des Bauingenieurs, dazu wurden das Sportzentrum, das Fezi und die Kläranlage saniert und modernisiert. Dass er wie sein Amtsvorgänger Franz Schwarz bei der Forderung nach einem Unterföhringer Gymnasium nicht nachgelassen hatte, führte auch diesbezüglich zum Erfolg: Der Schulcampus wurde gebaut, ein Gymnasium, eine zweite Grundschule, dazu Hort und Mittagsbetreuung.

Aufgrund dessen habe Unterföhring nun eine „tolle und moderne Infrastruktur, auf die wir für viele Jahrzehnte bauen können“, sagte Bürgermeister Klietsch. Und auch die Bildungslandschaft für die Kinder in der Gemeinde stehe hervorragend da. Andreas Kemmelmeyer habe aber auch über die Bauprojekte hinaus Maßstäbe gesetzt: Mit der frühzeitigen Ausrichtung der Gemeinde in Richtung Klimaschutz, mit der Förderung der Geovol, aber auch mit der tatkräftigen Unterstützung der vielfältige Unterföhringer Vereinslandschaft.

Mit Andreas Kemmelmeyer an der Spitze haben die Gemeinde zudem auch große, nicht vorhersehbare Herausforderungen gemeistert. „Zwei Flüchtlingswellen wurden hier ruhig und besonnen bewältigt. Auch dank Ihrer entschieden positiven Einstellung den Geflüchteten gegenüber“, lobte Florian Klietsch seinen Amtsvorgänger. Auch die Corona-Pandemie und Energiekrise habe Unterföhring unter Andreas Kemmelmeyer wunderbar gemeistert. Für den Dienst an der Gemeinde habe der Altbürgermeister persönlich viel zurückgesteckt, nicht zuletzt auch seine Familie.

Daher sei er nun umso glücklicher, sagte Klietsch an Kemmelmeyer gewandt, dass „ich nun ganz offiziell die Gelegenheit habe, Ihnen danke zu sagen für das, was Sie für unsere Gemeinde geleistet haben“. Neben einer Urkunde überreichte der Bürgermeister seinem Vorgänger und Ehrenringträger als Geschenk der Verwaltung einen gebundenen Sammelband mit den zwölf Jahresrückblicken seiner Amtszeit.

Andreas Kemmelmeyer bedankte sich gerührt und herzlich für die Ehrung: „Wie ihr gesehen habt, habt ihr mir eine große Freude bereitet.“ Er verwies allerdings darauf, dass die Errungenschaften seiner Amtszeit allesamt Gemeinschaftswerke gewesen seien. „Ohne die Verwaltung, die Vereine, die Institutionen und Ärzte, ohne das Engagement und die Herzlichkeit der Menschen wären wir jetzt in Unterföhring nicht da, wo wir sind“, sagte er. Deshalb sei der Altbürgermeister nicht nur sein, sondern „unser Ehrentitel“.

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