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Umwelttipp 8

Informationen über Wespen, Hummeln, Bienen und Hornissen

Aufklärung ist auch heute noch dringend notwendig, denn kaum eine Tiergruppe ruft so heftige Reaktionen hervor wie diese unter dem wissenschaftlichen Begriff Hautflügler zusammengefassten Insekten.

In den Sommermonaten können vor allem scharenweise auftretende, naschhafte Wespen lästig werden. Gerade die zwei am häufigsten bei uns vorkommenden Arten, nämlich die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, bilden sehr große Völker, deren Kalorienbedarf regelmäßige Besuche am Kaffeetisch oder beim Grillen notwendig machen. Die Wehrhaftigkeit dieser Arten bei Erschütterungen und schnellen Bewegungen machen sie zusätzlich unbeliebt. Daher ist es im Sommer ratsam, süße Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Limonaden mit Strohhalm zu trinken. Außerdem ist es sinnvoll, nicht nach anfliegenden Tieren zu schlagen.

Wespen, Hornissen und Hummeln bilden in der Regel Sommerstaaten, d.h. eine einzelne Königin gründet nach der Winterruhe im Frühjahr ihr Volk mit dem Bau der ersten Wabe. Die sozialen Wespen bauen im Gegensatz zu den Bienen nicht aus selbstproduziertem Wachs, sondern aus gesammeltem Holz. Ihre Waben hängen als Etagen übereinander, wobei die Larven kopfüber in den unten offenen Zellen hängen. Die Königin legt in jede Zelle ein Ei und versorgt die schlüpfenden Larven mit erbeuteten Insekten. Die Arbeiterinnen selbst benötigen süße Futtermittel - je nach Art sind das Baumsäfte, Blütennektar, Fallobst oder Nahrungsmittel des Menschen. Die Larven verpuppen sich anschließend und schlüpfen - rund vier Wochen nach der Nestgründung - als Arbeiterinnen. Sie übernehmen den weiteren Ausbau des Nestes und die Brutversorgung, während sich die Königin auf die Eiablage beschränkt. Im Sommer werden größere Wabenzellen gebaut, in denen Jungköniginnen und Männchen (aus unbefruchteten Eiern) herangezogen werden. Nur die jungen Königinnen überwintern nach der Paarung. Die alte Königin, die Männchen und das Volk sterben im Herbst ab. Das leere Nest wird im nächsten Jahr nicht wiederbesiedelt.

Was tun, wenn sich ein Volk dazu entschlossen hat, ein Nest in direkter Nähe des Menschen zu bauen?

Vor einer möglichen Umsiedelung oder Beseitigung muss durch die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt München, Sachgebiet 6.3 - Naturschutz, Forstrecht und Landwirtschaftsrecht informiert werden. Weitere Hinweise und einen Meldebogen, der vollständig ausgefüllt und online abgesendet werden muss, gibt es auf der Internetseite des Landratsamtes München (siehe link).

http://www.landkreis-muenchen.de/umwelt-natur-bauen-wohnen/umwelt-und-natur/natur-und-artenschutz/insektennest-entfernen

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